Buchhandlung Schmetz am Dom – Aachen

Wir haben mit Frau Hansmann aus der Buchhandlung Schmetz am Dom in Aachen über ihren abwechslungsreichen Alltag gesprochen.

   1. Wie sind Sie darauf gekommen, Buchhändlerin zu werden?

Tatsächlich über das klassische Schulpraktikum. Ich war bei sehr netten Kollegen in Herzogenrath und deren Begeisterung für den Beruf und das dicke Paket mit tollen Leseexemplaren hat mich dazu gebracht nach dem Abitur die Ausbildung zu beginnen.

 

2. Welche Schwerpunkte setzen Sie in Ihrer Buchhandlung und warum?
Die Buchhandlung hat ein allgemeines Sortiment mit viel Belletristik und einer großen Kinderbuchabteilung.

 

 

3. Welches ist Ihre Lieblingsecke im Laden und warum?

Meine Lieblingsecke im Laden ist unser Hochbett in der Kinderbuchabteilung. Auf und unter dem Bett finden sich immer wieder Kinder, die völlig vertieft schmökern.

4. Bei Ihnen als Buchhändlerin laufen alle Fäden des Literaturbetriebs zusammen. Schildern Sie uns eine kuriose Situation aus Ihrem Buchhändlerinnen-Alltag?

Kuriose Situationen entstehen häufig, wenn nach einer Kinderbuchberatung nach einem Titel für Erwachsene gefragt wird, der den gleichen Titel wie ein Kinderbuch hat.

5. Geben Sie uns drei spontane Kinderbuchtipps (nicht von den Spreeverlagen) Gern auch aus der eigenen Kindheit oder immerwährende Lieblingsbücher.

Ein Liebling aus meiner Kindheit ist das Buch von Elsa Sophia von Kamphoevener, „Der weiße Scheich“. Jetzt gerade ist es das Bilderbuch, „Balto &Togo von Lena Zeise im Gerstenberg Verlag erschienen. Es geht um die Hundeschlittenfahrten nach Nome in Alaska, 1924 brach dort Diphterie aus und die lebenswichtigen Medikamente konnten nur Dank der mutigen Fahrer und ihrer Hunde dort eintreffen Bei den Kinderbüchern ist es „Biest &Bethany von Jack Meggitt-Philipps aus dem Loewe Verlag. Eine Geschichte mit einem wunderbar schrägen Humor, bei der zwei schräge Einzelgänger dicke Freunde werden. Und bei den Büchern für Jugendliche ist es von Paola Mendoza & Abby Sher, „Sanctuary“. Ein dystopischer Roman, der trotzdem hoch aktuell ist und mich sehr berührt hat.

6. Was wünschen Sie sich für die Zukunft des Buchhandels und die Kinder- und Jugendliteratur?

Wir wünschen uns wieder Veranstaltungen mit Kindern zum Welttag des Buches, unseren Leseclub und natürlich auch zum Vorlesetag!

Buchhandlung Schwericke in Berlin Lankwitz

Buchhandlung Schwericke – Berlin Lichterfelde

Die Buchhandlung Schwericke in Lichterfelde befindet sich direkt am S-Bahnhof Botanischer Garten. Die großen ansprechenden Fenster der Buchhandlung sind nicht zu übersehen und laden direkt zum Stöbern ein. Nicht ausschließlich der enge Kund:innenkontakt und die wöchentlichen Buchtipps sind besondere Merkmale, sondern auch das Angebot an nachhaltigem Holzspielzeug und hochwertiger Schokolade. Hinzu kommen kulturelle Veranstaltungen, die regelmäßig stattfinden. Wir haben mit den zwei Buchhändlerinnen Frau Hermes und Frau Lubinski über ihren abwechslungsreichen Alltag gesprochen.

1. Wie sind Sie darauf gekommen, Buchhändlerin zu werden?

Frau Hermes: Ich habe Vieles bei meiner Mutter gelernt, die früher ein Antiquariat besaß. Von Bestellungen bis zur Buchführung oder dem Schreiben von Rechnungen: Ich habe alles gemacht und es hat mir wahnsinnig viel Freude bereitet. Allerdings musste ich den Laden nach dem Tod meiner Mutter verkaufen, da ich selbst junge Mutter war und für mein Kind da sein wollte. Nach einer längeren Pause begann ich, in einer kleinen, selbstgeführten Buchhandlung in Teilzeit zu arbeiten, die dann aber leider schließen musste. Direkt um die Ecke bin ich auf die Schwericke Buchhandlung gestoßen – und habe vor fünf Jahren hier angefangen. 

Frau Lubinski: Ich habe Sprach- und Literaturwissenschaften studiert. Die Liebe zum Buch war da, aber mir fehlte etwas Praktisches. Somit begann ich ein Volontariat im Baedekerhaus, bekam im Anschluss einen Ausbildungsplatz und wurde danach übernommen. Ganz klassisch eigentlich. Ich habe die Uni nie vermisst, es hat so viel Spaß gemacht! Nachdem ich eine Familie gegründet hatte, habe ich in Teilzeit gearbeitet. Erst durch den Umzug nach Berlin bin ich in einer kleinen, inhabergeführten Buchhandlung gelandet, was wiederum eine neue Erfahrung für mich war. So konnte ich beide Seiten kennenlernen: Die Arbeit bei einem Filialisten und in einer kleinen Buchhandlung! Ich bin nun seit drei Jahren bei Schwericke. 

2. Welche Schwerpunkte setzen Sie in Ihrer Buchhandlung und warum?
Neben einer schönen Kinderecke legen wir großen Wert auf Non-Books. Früher gab es hier in der Buchhandlung Geschirr von Hedwig Bollhagen zu kaufen. Aber seitdem Lankwitz von jüngeren Familien bewohnt wird, haben wir angefangen, auch hochwertiges Spielzeug oder Schokolade anzubieten, was sehr gut angenommen wird. Dabei setzen wir den Fokus auf regionale Produkte. 

3. Welches ist Ihre Lieblingsecke im Laden und warum?

Frau Lubinski: Nach 16 Jahren im Kinderbuchbereich ist meine Antwort klar: Die Kinderbuch-Ecke! 

Frau Hermes: Ich habe nicht wirklich eine Lieblingsecke, aber ich mag es sehr, dass alles immer in Bewegung ist. Die Titel der Schaufenster landen nach 2–3 Wochen auf den Tischen, somit entstehen für mich immer wieder neue Lieblingsecken.

4. Bei Ihnen als Buchhändlerin laufen alle Fäden des Literaturbetriebs zusammen. Schildern Sie uns eine kuriose Situation aus Ihrem Buchhändlerinnen-Alltag?

Frau Lubinski: Das ist noch gar nicht lange her: Eine Kundin hatte mich gefragt, ob sie das gekaufte Buch nach dem Lesen wieder zurückgeben könne. Und ich wurde gefragt, ob wir auch Toilettenpapier verkaufen! 

Frau Hermes: Ein Junge hatte mich einst gefragt, wieso es in einem Buch über Dinosaurier keine Fotos der Dinos geben würde. Na ja, zu der Zeit gab es natürlich noch keine Menschen und Fotoapparate schon gar nicht! 

5. Geben Sie uns drei spontane Kinderbuchtipps (nicht von den Spreeverlagen) Gern auch aus der eigenen Kindheit oder immerwährende Lieblingsbücher.

  1. »Harry Potter« von J. K. Rowling (Carlsen)
  2. »Calpurnias (r)evolutionäre Entdeckungen« von Jaqueline Kelly (Hanser)
  3. »Kleine weite Welt« von Tanja Székessy (dtv)

6. Was wünschen Sie sich für die Zukunft des Buchhandels und die Kinder- und Jugendliteratur?

Frau Hermes: Ich wünsche mir, dass es so weitergeht. Wir haben bis jetzt jede Krise gut überstanden, so soll es bleiben! Und wichtig ist, dass die Preisbindung erhalten bleibt.

Buchlokal Interview Spreeverlage

Buchhandlung Buchlokal – Berlin Pankow

Sechs Fragen an Friederike Zöllner vom Buchlokal Pankow:

Buchlokal Interview Spreeverlage   

1. Wie sind Sie darauf gekommen, Buchhändlerin zu werden?

Um es ein bisschen spannender zu machen: Ich verweise gerne auf die wunderbare neue Seite unseres Verbandes (Link zu meiner Vorstellung): https://buecherheroes.de/index.php/nichts-geht-ohne-kolleginnen/

Neben meiner Bücherbiografie könnt Ihr hier viele weitere Büchermenschen aus Berlin und Brandenburg kennenlernen! 

2. Welche Schwerpunkte setzen Sie in Ihrer Buchhandlung und warum?

Die Schwerpunkte bei uns sind klassisch: Belletristik, Kinderbuch und Sachbuch. Was jede Buchhandlung daraus macht, ist jedoch individuell und fast immer deren Alleinstellungsmerkmal. Bei uns sind die Bücher, die wir besonders in den Fokus rücken und pflegen, in ihrer Ausstattung besonders, also handwerklich gut gebunden und in Grafik, Illustration, Typografie augenfällig und natürlich spielt das Inhaltliche eine ebenbürtige Rolle bei der Auswahl unseres Sortiments . Die Bücherbegeisterung wurde mir von meiner Mutter in die Wiege gelegt, sie war Sachbuchlektorin im damaligen Ostberliner Kinderbuchverlag, ich in meinem erlernten Erstberuf Buchbinderin. Und diese Begeisterung weiter zu leben und zu geben macht große Freude, um so mehr mit dem wunderbaren Team an meiner Seite.

3. Welches ist Ihre Lieblingsecke im Laden und warum?

Alle Orte, an denen noch kein Wasser von der Decke tropfte. Wir hatten in den vergangenen Jahren insgesamt 8 Wasserschäden. Da war alles dabei – von harmlos bis desaströs.

Der wohl schönste Platz im Laden ist hinterm Tresen. Hier wird eingepackt (was wir sehr kreativ und meist individuell handhaben), nicht zu unterschätzen: hier läuft unmittelbar der Umsatz, der Lohn für unsere Arbeit, in die Kasse. Hier werden freundschaftliche und nachbarschaftliche Gespräche gepflegt, hier haben wir einen direkten Blick auf eines unserer schönsten Möbel, unseren zu einem Bücherregal umgebauten Konzertflügel und einen tollen Rundumblick in den Laden.

4. Bei Ihnen als Buchhändlerin laufen alle Fäden des Literaturbetriebs zusammen. Schildern Sie uns eine kuriose Situation aus Ihrem Buchhändlerinnen-Alltag?

Das ist ein paar Jahre her: Ein Kunde hat ein antiquarisches Buch bei uns bestellt. Bei der Abholung stellte er fest, dass dieses Buch einen Eigentumsvermerk hatte und zwar seinen! Er hatte das Buch vor Jahren einem Studenten in Greifswald geliehen, wie das aber manchmal so ist, das Buch blieb sodann verschollen. Nun musste er sein eigenes Buch bei uns erneut erwerben. Wir haben gemeinsam sehr gelacht. Dieses Buch reiste von Greifswald über ein Antiquariat in Freiberg (Sachsen) bis nach Berlin zu uns und das sind nur die uns bekannten Reisedaten.

5. Geben Sie uns drei spontane Kinderbuchtipps (nicht von den Spreeverlagen) Gern auch aus der eigenen Kindheit oder immerwährende Lieblingsbücher.

  1. »Herr Fuchs mag Bücher« von Franziska Biermann (Text und Illustrationen), mixtvision Verlag, früher Berlin Verlag (Idee gebend für mein Logo und den Namen der Buchhandlung)
  2. »Alles, was du brauchst« von Christoph Hein und illustriert von Rotraut Susanne Berner, Hanser Verlag
  3. »Hoppelpoppel wo bist du?« von Hans Fallada und illustriert von Christa Unzner, Verlagshaus Jacoby & Stuart

6. Was wünschen Sie sich für die Zukunft des Buchhandels und die Kinder- und Jugendliteratur?

Für die Zukunft wünsche ich mir zunächst Zukunft oder wie beim Sams, einfach noch mehr Wunschpunkte, damit nicht gleich die Wünsche weg sind. Die Bücherzukunft ist ja auch immer und besonders die Kinderbuch-Zukunft, ohne die kein so genannter lesender Nachschub erwächst. Um die Kinder müssen wir uns besonders kümmern, diese begeistern, aber nicht bevormunden. Das machen wir zum Beispiel mit großer und ansteckender Verve bei unseren Bilderbuchkinos (wenn mal gerade keine Pandemie ist). Wir lechzen förmlich danach, wieder loszulegen.

04.09.2021 – Büchertisch bei der Buchhandlung Tucholsky in Berlin-Mitte

Bücherherbst in Berlin                       

Auf der Frankfurter Buchmesse werden die Spreeverlage dieses Jahr keinen Stand haben – den Bücherherbst lassen wir uns aber nicht entgehen und bestücken vor der Buchhandlung Tucholsky einen gemeinsamen Pop-Up-Store.

Haben Sie auch Interesse an einer gemeinsamen Aktion für Endkund:innen? Dann melden Sie sich gerne bei uns!

18.5.2021 – Digitale Netzwerk-Veranstaltung mit Martin Baltscheit

20:00 Uhr

Die drei Spreeverlage stellen sich vor! Wir laden Sie herzlich zum Austausch über die Kinderbuchbranche ein und freuen uns, das Herbst-Programm 2021 vorzustellen. Außerdem wird der preisgekrönte Kinderbuch-Autor Martin Baltscheit mit von der Partie sein, um einen Einblick in das Autorenleben während der Pandemie zu geben. Wie können wir uns gegenseitig in diesen Krisenzeiten unterstützen?

 

Wir schicken den ersten 20 Angemeldeten im Vorhinein ein kleines Care-Paket, um Sie während der Veranstaltung ein wenig zu verköstigen und damit wir gemeinsam anstoßen können. Melden Sie sich hier an.

29.5.2021 – Büchertisch bei der Buchhandlung Krumulus in Kreuzberg

Bücherfrühling & Leipziger Buchmesse-Aktion

Leipziger Buchmessen-Luft schnuppern wird leider auch dieses Jahr nicht möglich sein – als kleines Trostpflaster verlagern wir unseren Messestand einfach nach Kreuzberg vor die Buchhandlung Krumulus und laden ein zum Stöbern, Kennenlernen und mehr.

 

Haben Sie auch Interesse an einer gemeinsamen Aktion für Endkund:innen? Dann melden Sie sich gerne bei uns!